Der September fühlt sich oft wie ein kleines Dazwischen an. Die warmen Sommertage begleiten uns noch ein Stück, während die ersten kühlen Morgen zeigen, dass der Herbst langsam Einzug hält.
Nach den langen Sommerferien kehrt wieder mehr Struktur in unseren Alltag ein. Schule, Kindergarten, neue Routinen und viele kleine Veränderungen begleiten Familien in dieser Zeit. Gerade jetzt kann die Küche ein Ort sein, der uns wieder erdet: mit einfachen, saisonalen Gerichten, bunten Zutaten und kleinen Ritualen am Familientisch.
Saisonal zu essen bedeutet für mich nicht, perfekt zu sein. Es bedeutet, wieder bewusster wahrzunehmen, was die Natur gerade schenkt, regionale Lebensmittel wertzuschätzen und mit kleinen Schritten nachhaltiger zu leben.
Was hat im September Saison ?
Der September schenkt uns eine wunderbare Vielfalt an Obst und Gemüse. Es ist der Monat, in dem Sommer und Herbst aufeinandertreffen.
Gemüse
- Zucchetti
- Tomaten
- Aubergine
- Peperoni
- Kürbis
- Randen
- Karotten
- Lauch
- Fenchel
- Broccoli
- Blumenkohl
- Wirz
- Kartoffeln
- Mais
- Bohnen
- Kohlrabi
Obst
- Äpfel
- Birnen
- Zwetschgen
- Trauben
- Beeren
- Pflaumen
- Feigen
Besonders schön ist, dass wir im September noch einmal die ganze Farbenpracht des Sommers geniessen dürfen, während gleichzeitig die ersten herbstlichen Zutaten auf den Markt kommen.
meine liebsten Herbstgerichte
Der September lädt dazu ein, leichte Sommergerichte langsam mit wärmenden Herbstgerichten zu verbinden.
Ofengemüse mit saisonalem Gemüse
Zucchetti, Peperoni, Tomaten, Kartoffeln und Kichererbsen mit Kräutern aus dem Garten – einfach aufs Blech und fertig.
Cremige Kürbissuppe
Ein wunderbar wärmendes Gericht für die ersten kühleren Tage. Mit Kokosmilch, Linsen oder gerösteten Kernen wird sie sättigend und nährstoffreich.
Veganes Herbstgemüse-Ragout
Auberginen, Tomaten, Bohnen und Gewürze ergeben eine einfache Sauce zu Pasta, Reis oder Polenta.
Gemüsewähe oder Quiche
Perfekt, um verschiedenes saisonales Gemüse zu verwerten und auch Kindern Gemüse näherzubringen.
Warme Apfelgerichte
Bratäpfel, Apfel-Zimt-Porridge, Apfelmus oder ein einfacher Crumble bringen den Geschmack des Herbstes auf den Teller.
den Sommer bewahren – Lieblingsgemüse und Obst haltbar machen
Die letzten Sommertage schenken uns oft noch eine grosse Fülle. Gerade jetzt lohnt es sich, ein Stück Sommer für die kälteren Monate aufzubewahren.
Meine liebsten Möglichkeiten:
- Tomatensauce einkochen
- Beeren einfrieren
- Kompott oder Mus kochen
- Kräuter trocknen
- Gemüse kleingeschnitten einfrieren
So bleibt ein kleiner Teil des Sommers auch in den kalten Monaten erhalten.
Für mich ist der September immer eine Einladung, langsamer zu werden. Die Natur zeigt uns, dass Veränderung dazugehört. Die Fülle des Sommers darf langsam losgelassen werden und gleichzeitig entsteht Raum für Neues.
Eine saisonale Küche bedeutet für mich nicht Verzicht, sondern Verbindung:
Verbindung zur Natur, zu unseren Lebensmitteln und zu uns selbst.
Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, einmal bewusst über den Markt zu schlendern, ein unbekanntes Gemüse auszuprobieren oder gemeinsam als Familie ein einfaches Herbstgericht zu kochen.
Denn oft sind es die kleinen Momente am Tisch, die später als schöne Erinnerungen bleiben.
Die Natur macht keine Sprünge. Alles wächst in seinem eigenen Rhythmus – auch wir dürfen uns Zeit lassen.
