ein Tag in unserem Familienalltag – ehrlich erzählt

Ein ganz normaler Montag und ich liebe Montage, denn genau darin liegt für mich die Schönheit.

Mein Tag beginnt idealerweise um 5.00 Uhr. Noch ist das Haus still, die Welt draussen schläft und ich habe diese seltene, kostbare Zeit ganz für mich. Ich rolle meine Yogamatte aus, bewege meinen Körper sanft, komme an im Tag. Danach sitze ich meist noch ein paar Minuten in der Stille, meditiere und lese ein paar Seiten. Es ist mein Anker, bevor alles andere beginnt. Danach mache ich mich bereit für den Tag, nicht perfekt gestylt, aber innerlich sortierter.

Fast gleichzeitig steht mein Mann auf. Jeder von uns geht dann kurz seinen eigenen Dingen nach, in dieser ruhigen Morgenstunde, bevor er um 6.30 Uhr zur Arbeit geht.

Um 7.00 Uhr wird das Haus lebendig. Die Jungs stehen auf. Ich lege ihnen ihre Kleider bereit, sie ziehen sich an, während wir gemeinsam lüften und die Zimmer kurz durchatmen lassen. Dann beginnt unser gemeinsames Frühstücksritual.

Ich bereite unser Porridge zu, eine Mischung aus Haferflocken, Hirseflocken, Haferkleie, Zimt und Hafermilch. Es ist unsere Basis, alles andere darf jeder selbst wählen. Die Kinder lieben es, ihre eigenen „Kunstwerke“ daraus zu machen: Beeren, Mango, Nussmus, Granola, Hanfsamen, Kokosstreusel. Jeder Löffel sieht ein bisschen anders aus und genau das mag ich daran.

Während ich den Znüni für den Grossen vorbereite und die Küche aufräume, versinken die Jungs in ihre kleine Morgenwelt: Bücher anschauen, malen, stickern oder ein Spiel spielen. Es ist diese Mischung aus Struktur und Freiheit, die uns gut tut.

Um 8.10 Uhr geht der Grosse in den Kindergarten. Danach gehört die Zeit dem Kleinen und mir. Wir ziehen uns um und gehen meistens joggen. Diese Runde ist für mich mehr als Bewegung, sie ist Durchatmen, Sortieren, Dasein. Sie endet beim Laden, wo wir unseren Wocheneinkauf erledigen.

Gegen 10.00 Uhr sind wir wieder zuhause. Die Taschen werden verräumt und ich gehe duschen. Wenn es der Moment zulässt, nutze ich die Zeit auch, um ein paar Rezepte für Instagram vorzubereiten. Der Kleine ist dabei, manchmal hilft er, manchmal spielt er oder hört einen Tonie. Es ist ein stilles Nebeneinander im Alltag, das sich gut anfühlt.

Um 11.45 Uhr wärme ich meist das Essen vom Vortag auf. Der Kleine räumt vorher seine Sachen auf und um 12.00 Uhr kommt der Grosse vom Kindergarten nach Hause. Wir essen gemeinsam zu Mittag.

Danach folgt unsere Mittagspause. Jeder zieht sich in sein Zimmer zurück, spielt, liest oder ruht sich aus, bis 14.00 Uhr. Diese Pause ist für uns alle wichtig, ein kleines Innehalten in der Mitte des Tages.

Der Nachmittag ist immer ein bisschen anders. Wenn ich noch fotografieren oder arbeiten möchte, spielen die Jungs zusammen im Haus oder im Garten. Wenn nicht, gehen wir raus, in den Wald, ans Wasser oder einfach irgendwohin, wo wir gerade Lust haben. Diese Flexibilität ist mir wichtig, um intensiv und bewusst Zeit mit den Kindern zu verbringen.

Spätestens um 17.00 Uhr beginne ich mit dem Abendessen. Gleichzeitig bereite ich das Frühstück und den Znüni für meinen Mann für den nächsten Tag vor. Die Kinder räumen auf und machen ihre Zimmer bettfertig. Es ist dieser Übergang vom wilden Tag in die ruhige Nacht.

Um 17.30 Uhr kommt der Papa nach Hause. Wir essen gemeinsam Abendessen und danach beginnt unsere Abendroutine. Einer bringt jeweils ein Kind ins Bett: Schlafanzug anziehen, Zähne putzen, eine Gutenachtgeschichte, ein Erzählstein, eine Affirmationskarte und etwas Lavendelrollon. Dann folgt das liebevolle „Gute Nacht“, bevor noch ein Schlaftonie läuft.

Um 18.30 Uhr ist es ruhig im Haus.

Ich räume noch kurz die Küche auf und dann bleibt uns als Paar etwa eine Stunde Zeit. Mein Mann geht danach ins Unihockey und ich geniesse den Abend. Manchmal mit einem Buch, manchmal arbeite ich noch ein wenig weiter, wenn ich Energie und Lust habe.

Gegen 21.00 Uhr gehe ich schlafen.

Und trotzdem: Nicht jeder Montag läuft genau so. Manchmal verschieben sich Zeiten, manchmal ist es chaotischer, manchmal viel lauter. Aber im Kern bleibt diese Struktur unser Rahmen. Unsere Routinen geben uns Halt und gleichzeitig genug Raum für Leben dazwischen.

Es sind nicht die perfekten Tage, die unser Leben besonders machen. Es sind die kleinen Rituale, die vertrauten Momente und die Liebe, die wir jeden Tag hineinlegen.

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