wie gehe ich mit meinem Nicht-Veganen Umfeld um

In meinem Umfeld bin ich die einzige Veganerin. Mein Mann und unsere Kinder essen zu Hause pflanzlich, auswärts essen sie auch Fleisch und tierische Produkte. Das war nicht immer einfach, besonders wenn es darum ging, mein Leben und meine Ernährung zu erklären. Heute kann ich sagen: Ich habe meinen Weg gefunden, mit dem Umstand locker und entspannt umzugehen und das fühlt sich richtig gut an.

In meinem Freundes- und Familienkreis gibt es Personen, die es einfach akzeptieren. Sie finden es gut oder machen kein grosses Thema daraus. Andere wiederum verstehen es nicht wirklich. Besonders wenn es um unsere Kinder geht, höre ich immer wieder das altbekannte „Das ist doch nicht gesund, sie bekommen so nicht alle Nährstoffe“ oder ähnliche Argumente. Früher habe ich mich noch erklärt, habe versucht, zu rechtfertigen, zu belehren. Heute sage ich einfach: „Das ist deine Meinung und das ist okay so.“ Punkt. Unsere Kinder sind glücklich, gesund und lernen, dass es viele Wege gibt, sich gut zu ernähren und dass Respekt wichtiger ist als Recht haben.

Für mich gilt: Jeder darf selbst entscheiden, wie er sich ernähren möchte. Ich habe kein Problem damit, wenn meine Freundin neben mir im Restaurant einen Burger isst. Ich missioniere nicht, ich erkläre mich nicht, ich lebe mein Leben. Offen, freundlich und konsequent. Aber wenn jemand ernsthaftes Interesse hat, rede ich gerne über meine Ernährung, meine Beweggründe und meine Erfahrungen.

Mein Motto lautet: Leben und leben lassen. Ich akzeptiere Menschen so, wie sie sind. Genauso erwarte ich, dass meine Ernährung akzeptiert wird, ohne dass daraus ein grosses Thema gemacht wird. Bei Familienfesten erwarte ich kein extra veganes Gericht. Ich esse das, was ich möchte und wenn es nur Gemüse oder Salat ist, das ist für mich völlig in Ordnung.

Vegan zu leben bedeutet für mich nicht, mich von meiner Umwelt abzugrenzen oder andere zu belehren. Es bedeutet, achtsam mit mir selbst und der Welt um mich herum zu sein und gleichzeitig respektvoll und gelassen gegenüber anderen.

Wenn du dich jemals in der Situation befindest, die einzige Veganerin im Freundes- oder Familienkreis zu sein: Du darfst ruhig locker bleiben, deinen Weg gehen und dich nicht erklären müssen. Das Wichtigste ist, dass du dich wohlfühlst und anderen mit Respekt begegnest, genau wie du respektiert werden möchtest.

Am Ende ist es genau das, was zählt: Akzeptanz und Gelassenheit. Leben und leben lassen.

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