Der Oktober ist für mich einer dieser Monate, die sich einfach warm und gemütlich anfühlen – obwohl es draussen immer kühler wird.
Die Blätter verfärben sich, morgens liegt manchmal schon dieser feine Nebel über den Feldern und nach einem Spaziergang an der kühlen Herbstluft freue ich mich umso mehr auf ein warmes Zuhause, eine Tasse Kaffee und etwas Feines aus der Küche.
Auch auf unseren Tellern ist der Herbst nun endgültig angekommen. Kürbis, Äpfel, Kartoffeln, Randen, Karotten und vieles mehr begleiten uns durch den Oktober.
Und genau das liebe ich an saisonaler Ernährung: Wir müssen gar nicht ständig nach etwas Besonderem suchen. Die Natur gibt uns eigentlich schon vor, was gerade passt.
was hat Saison
Auch im Oktober gibt es noch unglaublich viel Auswahl an regionalem Obst und Gemüse.
Gemüse
- Kürbis
- Kartoffeln
- Karotten
- Randen
- Lauch
- Sellerie
- Fenchel
- Kohlrabi
- Broccoli
- Blumenkohl
- Wirz
- Rosenkohl
- Spinat
- Mangold
- Pastinake
- Mais
Obst
- Äpfel
- Birnen
- Trauben
- Quitten
- Zwetschgen
Gerade Äpfel gehören für mich einfach zum Herbst dazu. Pur als Znüni, im Porridge, als Apfelmus, in Muffins oder zusammen mit etwas Zimt in einem warmen Dessert. Sie sind unglaublich vielseitig.
Kürbiszeit
Wenn ich an die Herbstküche denke, denke ich sofort an Kürbis.
Kürbissuppe ist natürlich der Klassiker, aber Kürbis kann so viel mehr. Wir mögen ihn zum Beispiel als Ofengemüse, im Risotto, in einer cremigen Pastasauce oder zusammen mit Kartoffeln und anderem Gemüse vom Blech.
Auch Kürbiskerne dürfen bei uns nicht fehlen. Sie passen wunderbar über Salate und Suppen, ins Brot, ins Granola oder einfach als kleines Topping über eine Bowl.
Und manchmal darf es natürlich auch süss sein. Zum Beispiel in herbstlichen Brownies mit Kürbiskernen. Denn saisonale Ernährung bedeutet für mich nicht, dass alles möglichst perfekt oder besonders gesund sein muss. Essen darf nähren und gleichzeitig einfach Freude machen.
jetzt darf es wieder warm und gemütlich werden
Während wir im Sommer viel Rohkost, Salate und kalte Mahlzeiten essen, verändert sich unser Essen im Herbst ganz automatisch.
Plötzlich haben wir wieder Lust auf Suppen, Eintöpfe, Ofengemüse und andere warme Gerichte.
Ich mag besonders Gerichte, bei denen ich nicht fünf verschiedene Pfannen brauche. Gemüse schneiden, würzen, ab in den Ofen und währenddessen bleibt Zeit für etwas anderes.
Familienküche darf einfach sein.
saisonale Ernährung muss nicht perfekt sein
Das ist mir besonders wichtig.
Saisonal zu essen bedeutet für mich nicht, dass jedes einzelne Lebensmittel auf unserem Teller aus der Region kommen und gerade Saison haben muss.
Wir essen Bananen. Wir verwenden Kokosmilch. Wir lieben Gewürze, die nicht in der Schweiz wachsen. Und natürlich gibt es auch Lebensmittel, auf die wir unabhängig von der Jahreszeit zurückgreifen.
Für mich geht es vielmehr darum, saisonale Lebensmittel bewusst häufiger einzubauen.
Zu schauen: Was wächst gerade? Was gibt es auf dem Markt? Was passt zu dieser Jahreszeit?
Nicht aus Zwang.
Sondern aus Freude.
Vielleicht liebe ich die saisonale Küche auch deshalb so sehr, weil sie mich immer wieder mit der jeweiligen Jahreszeit verbindet.
Im Oktober müssen es keine exotischen Zutaten oder komplizierten Rezepte sein.
Ein Blech mit Kartoffeln, Kürbis und Karotten.
Ein warmer Eintopf.
Frisches Brot.
Ein Apfel mit Zimt.
Ein paar geröstete Kürbiskerne.
Manchmal sind es gerade die einfachen Dinge, die sich am meisten nach Zuhause anfühlen.
Und während draussen die Blätter fallen und die Tage langsam kürzer werden, dürfen wir es uns drinnen wieder ein bisschen gemütlicher machen.
Mit warmem Essen auf dem Tisch, kleinen Händen, die beim Kochen helfen, einer Tasse Kaffee daneben und ganz viel Herbstgefühl.
Saisonal zu essen bedeutet, den Rhythmus der Natur ein kleines Stück mit nach Hause zu nehmen.
