Ich erinnere mich noch gut an meine erste Begegnung mit dem Konzept der saisonalen Ernährung. Ich stand im Supermarkt vor den prall gefüllten Regalen voller Erdbeeren im Januar und Äpfel aus Übersee und plötzlich fragte ich mich: Macht das wirklich Sinn? Die Antwort war damals für mich einfach: Nein. Produkte die ausserhalb ihrer Saison aus fernen Ländern eingeflogen werden, belasten unser Klima enorm. Regionales und saisonales Obst und Gemüse hingegen spart Transportwege, Lagerung und künstliche Klimatisierung und schmeckt oft auch noch viel besser.
ich bin auf meinem Weg
Ich gebe zu: Ich bin noch nicht dort, wo ich sein möchte. Es gibt immer noch Obst- oder Gemüsesorten, auf die ich einfach nicht verzichten möchte. Aber ich achte darauf, dass sie, wenn möglich, aus angrenzenden Ländern kommen und die Transportwege so klein wie möglich sind. Es ist ein Lernprozess und ein tägliches Abwägen und das ist okay. Für mich zählt jeder kleine Schritt in die richtige Richtung.
Kinder mit einbeziehen
Meine Kinder sind mittlerweile ein großer Teil meines Alltags rund um Ernährung. Ich erkläre ihnen zum Beispiel, warum wir im Winter keine Erdbeeren kaufen. Sie verstehen inzwischen sehr gut, dass es um unsere Umwelt geht. Mir ist wichtig, nicht einfach zu verbieten, sondern zu erklären und gleichzeitig eine Alternative zu finden, die für alle okay ist. So lernen sie, bewusst zu essen, ohne dass es zu Konflikten oder Enttäuschungen kommt.
Freude an der Jahreszeit
Im Frühling freue ich mich auf knackige Radieschen und frischen Rhabarber, im Sommer auf saftige Beeren, im Herbst auf Äpfel und im Winter auf Wurzelgemüse. Es ist erstaunlich, wie vielfältig und bunt jede Jahreszeit auf dem Teller sein kann! Und es macht richtig Spaß, neue Rezepte auszuprobieren und sich auf die natürlichen Zyklen einzulassen.
jeder kleine Schritt zählt
Nicht jeder einzelne von uns muss perfekt sein. Aber wenn jeder ein bisschen mehr Acht auf seine Ernährung gibt, hat es schon eine Wirkung. Für unser Klima, unsere Umwelt und unsere eigene Gesundheit. Es geht nicht um Verzicht, sondern um bewusstere Entscheidungen und die Freude an frischen, saisonalen Lebensmitteln.
Ich lade dich herzlich ein, es einfach einmal auszuprobieren. Schau beim nächsten Einkauf bewusst, was gerade Saison hat. Lass dich inspirieren von dem, was bei dir vor Ort wächst. Geniesse jeden Bissen, im Wissen das du damit nicht nur deinem Körper etwas Gutes tust, sondern auch unserer Erde.
Denn jeder kleine Schritt zählt. Zusammen können wir Grosses bewirken, ganz einfach durch das, was wir auf unseren Tellern wählen.
Wir müssen lernen, mit der Natur zu leben, nicht gegen sie.
