Kürbis mit Kindern – 5 einfache Ideen jenseits der Kürbissuppe

Wenn der Herbst langsam Einzug hält, die Tage kühler werden und überall die ersten Kürbisse auftauchen, freue ich mich jedes Jahr aufs Neue.

Kürbis gehört für mich einfach zum Herbst dazu. Er bringt Farbe auf den Teller, lässt sich unglaublich vielseitig verwenden und passt sowohl zu herzhaften als auch zu süssen Gerichten.

Und trotzdem landet er wahrscheinlich bei vielen Familien zuerst einmal in der Kürbissuppe. Verständlich – sie ist einfach, wärmend und herrlich herbstlich. Aber Kürbis kann noch so viel mehr.

Gerade mit Kindern finde ich es schön, ein Lebensmittel in ganz unterschiedlichen Varianten anzubieten. Denn nur weil ein Kind Kürbissuppe nicht besonders gerne mag, bedeutet das noch lange nicht, dass Kürbis grundsätzlich nicht schmeckt. Vielleicht wird er als Pancake geliebt, als cremige Pastasauce kaum bemerkt oder direkt vom Blech genascht.

Deshalb möchte ich euch heute 5 einfache Kürbisideen für den Familienalltag zeigen. Unkompliziert, pflanzlich und natürlich mit ganz viel Herbstgefühl.


Kürbis Pancakes – Herbst zum Frühstück

Pancakes gehen bei Kindern irgendwie fast immer und Kürbis lässt sich wunderbar darin verstecken beziehungsweise integrieren.

Dafür verwende ich am liebsten bereits gegarten Kürbis, den ich fein püriere und unter den Pancake-Teig mische. Zusammen mit etwas Zimt entsteht daraus ein wunderbar herbstlicher Geschmack.

Dazu passen beispielsweise Apfelstücke, Birne, Nussmus, pflanzlicher Joghurt oder ein wenig Zimt.

Und das Praktische: Kürbis-Pancakes schmecken nicht nur zum Frühstück. Sie eignen sich auch wunderbar als Znüni oder Zvieri und können gut mitgenommen werden.

Mein Alltagstipp: Wenn ich sowieso Kürbis zubereite, gare ich gerne etwas mehr davon. Das Kürbispüree lässt sich anschliessend für verschiedene Gerichte verwenden oder portionsweise einfrieren.

Kürbis Muffins – saftig, süss und kinderfreundlich

Kürbis in einem süssen Muffin?

Unbedingt!

Durch das Kürbispüree werden Muffins wunderbar saftig und bekommen eine schöne natürliche Farbe. Besonders gerne mag ich die Kombination aus Kürbis, Zimt und etwas Vanille.

Wer möchte, kann zusätzlich Apfelstückchen, gehackte Nüsse oder ein paar Schoggistückchen in den Teig geben.

Für mich sind solche Muffins typisch für unsere Herbstküche: unkompliziert, gemütlich und perfekt für einen Nachmittag zuhause, einen Ausflug in den Herbstwald oder als kleiner Zvieri nach Kindergarten und Schule.

Und natürlich gehört für mich zu einem gemütlichen Kürbis-Muffin auch eine Tasse Kaffee.

cremige Kürbis-Pastasauce

Eine meiner liebsten Möglichkeiten, Gemüse in den Familienalltag einzubauen, sind cremige Gemüsesaucen.

Für eine Kürbis-Pastasauce gare ich Kürbis und püriere ihn anschliessend mit pflanzlicher Milch. Je nach Geschmack kommen etwas Salbei und Thymian dazu.

Das Ergebnis ist eine wunderbar cremige, leicht süssliche Sauce, die perfekt zu Pasta passt.

Für etwas mehr Protein können beispielsweise weisse Bohnen oder etwas Seidentofu direkt mit in die Sauce püriert werden. So wird aus einer einfachen Kürbissauce ganz unkompliziert eine sättigende Familienmahlzeit.

Dazu ein paar Kürbiskerne als Topping und fertig ist ein schnelles Herbstessen.

Ofenkürbis – einfacher geht es kaum

Manchmal sind die einfachsten Dinge die besten.

Kürbis in Stücke schneiden, mit etwas Pflanzenöl und Gewürzen vermengen und ab damit in den Ofen.

Bei Kindern würde ich mit den Gewürzen gar nicht zu kompliziert werden. Etwas mildes Paprikapulver oder Kräuter reichen oft vollkommen aus.

Ofenkürbis kann wunderbar mit Kartoffeln und anderem saisonalen Gemüse gemeinsam auf ein Blech. Dazu gibt es bei uns gerne einen Dip oder Hummus.

Und genau solche Mahlzeiten mag ich besonders: Jeder kann sich nehmen, was er gerne hat, verschiedene Lebensmittel ausprobieren und seinen Teller selbst zusammenstellen.

Ohne Druck. Ohne „Du musst noch probieren“.

Manchmal wird der Kürbis gegessen, manchmal vielleicht nur die Kartoffel und beim nächsten Mal landet plötzlich doch ein Stück Kürbis auf dem Teller.

Kürbisrisotto

Risotto gehört für mich ebenfalls zu diesen wunderbar gemütlichen Herbstgerichten.

Kürbis macht das Risotto schön cremig und bringt eine leichte Süsse hinein, die viele Kinder gerne mögen. Dafür kann der Kürbis entweder in kleinen Würfeln mitgekocht oder teilweise püriert unter das fertige Risotto gerührt werden.

Ein paar Hefeflocken sorgen zusätzlich für einen leicht käsigen Geschmack.

Für uns ist Risotto ein schönes Familienessen, weil es sich immer wieder verändern lässt. Einmal mit Kürbis, ein anderes Mal mit Pilzen, Erbsen oder anderem saisonalen Gemüse.


Kinder dürfen Kürbis kennenlernen – in Ihrem Tempo

Was mir bei all diesen Ideen besonders wichtig ist: Kinder müssen ein Lebensmittel nicht beim ersten Mal mögen.

Manchmal braucht es viele Begegnungen damit.

Vielleicht wird der Kürbis heute nicht angerührt. Beim nächsten Mal wird daran gerochen. Irgendwann wird ein kleines Stück probiert und vielleicht schmeckt er plötzlich in einer ganz anderen Form.

Ich finde, wir dürfen unseren Kindern diese Zeit geben.

Wir können anbieten, gemeinsam kochen, Lebensmittel entdecken und selbst vorleben, wie viel Freude Essen machen kann. Aber wir müssen daraus keinen Druck entstehen lassen.

Gerade Kürbis eignet sich wunderbar dafür, gemeinsam in der Küche kreativ zu werden. Kinder können beim Aushöhlen helfen, die Kerne herauslösen, Kürbisstücke auf dem Blech verteilen, Teig verrühren oder beobachten, wie aus einem festen Kürbis plötzlich eine cremige Sauce wird.

So entsteht ganz nebenbei eine Verbindung zu unserem Essen.


ein Stück Herbst auf dem Familientisch

Für mich bedeutet saisonales Kochen nicht, jeden Tag etwas Besonderes oder Aufwendiges zuzubereiten.

Ganz im Gegenteil.

Es sind oft die einfachen Dinge, die unseren Familienalltag begleiten: ein Blech Ofengemüse, Pancakes am Wochenende, Muffins für den Zvieri oder eine grosse Portion cremige Pasta nach einem langen Tag draussen.

Kürbis ist für mich genau so ein Lebensmittel.

Einfach, vielseitig, saisonal und jedes Jahr ein kleines Zeichen dafür, dass der Herbst angekommen ist.

Und vielleicht darf es diesen Herbst neben der klassischen Kürbissuppe auch einmal Kürbis-Pancakes, Muffins oder eine cremige Pasta geben.

Denn manchmal braucht es nur eine neue Zubereitungsart, damit aus einem „Das mag ich nicht“ irgendwann ein:

„Mama, gibt es davon noch mehr?“

wird.

Manchmal braucht es nur eine neue Idee, ein bisschen Neugier und Zeit und aus einem einfachen Kürbis wird ein kleines Stück Herbstglück.

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